Das Fachgebiet der Pädiatrie wird gemeinhin auch als Kinderheilkunde bezeichnet. Die Pädiatrie beschäftigt sich mit der Entwicklung, den Erkrankungen und der Behandlung von Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen. Der Einbezug der Angehörigen und Bezugspersonen in allen Fragen der Behandlung von höchster Bedeutung.
Das große Ziel der Ergotherapie ist es Beeinträchtigungen und Entwicklungsverzögerungen von Kindern und Jugendlichen im motorischen und im kognitiven Bereich zu behandeln. Der Einsatz der Ergotherapie kann dabei bereits im Säuglingsalter beginnen und sich bis ins Jugendalter vollziehen.
Das Leben unserer Kinder findet in vielen unterschiedlichen Welten statt: Bewegung und Koordination, Farben und Formen, Räume und Dimensionen, Zahlen und Buchstaben. Wenn sich Ihr Kind in einer dieser Welten nicht zurechtfindet, kann Ergotherapie eine großartige Orientierungshilfe sein.
Wir unterscheiden zwischen den folgenden Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache:
Dr. A. Jean Ayres (1920 – 1988), eine amerikanische Ergotherapeutin und Psychologin in Los Angeles, war die Begründerin des Konzeptes der Sensorischen Integrationstherapie. Sie hat in den 70er Jahren in einem Forschungsprojekt des Staates Kalifornien die Ursachen von Lernstörungen bei Kindern untersucht. Die Ergebnisse dieser Forschung zeigten eine Häufung von Verarbeitungsstörungen der Sinneswahrnehmungen bei einem großen Teil von Kindern mit den verschiedensten Lernproblemen. Auf dieser Erkenntnis aufbauend hat Dr. Jean Ayres ein Konzept zur Behandlung dieser Hirnfunktionsstörungen entwickelt.
Diese Therapie nannte sie „Sensorische Integrationstherapie”. Das Therapiekonzept wurde an ihrer Klinik erprobt und von der Universität Südkaliforniens (UCLA) wissenschaftlich begleitet. Heute wird ihr Konzept von einer gemeinnützigen Internationalen Gesellschaft „Sensory Integration International” weiterentwickelt und weltweit verbreitet
Die Verbindung und Verarbeitung von Berührung, Bewegung, Körperhaltung, Riechen, Schmecken, Tasten, Hören und Sehen ist die elementare Grundlage von Handeln, Sprechen und Lernen. Alle über die Sinnessysteme aufgenommenen Informationen werden „integriert”.
Das bedeutet, sie werden im Nervensystem und Gehirn weitergeleitet, verarbeitet und gedeutet, sodass sie in sinnvolle, der jeweiligen Situation angemessene Handlungen umgesetzt werden können.Sensorische Integration beginnt bereits im Mutterleib und entwickelt sich im frühen Kindesalter besonders rasch.In dieser Zeit werden die Grundstrukturen für alle weiteren Vernetzungen der Sinnessysteme gelegt.
Dieser Prozess setzt sich mit abnehmender Intensität lebenslang fort. Die Vernetzung der Sinneseindrücke, die über Haut, Muskeln, Vestibularorgan, Nase, Zunge, Hände, Ohren und Augen aufgenommen werden, bilden die Basis für den Erwerb von Bewegung, Handlungsfähigkeit, Sprache, Interaktion und Lernen.
Das IntraActPlus-Konzept ist ein verhaltenstherapeutisch-orientierter Therapie- und Interventionsansatz, der von Jansen und Streit auf Basis der psychologischen Grundlagenforschung entwickelt wurde und den gesamten Altersbereich vom Baby über den Jugendlichen bis zum Erwachsenen abdeckt. Stärker als in der Verhaltenstherapie üblich wird die „Beziehung“ mit in die Arbeit einbezogen. Eine positive Beziehung zwischen dem Kind und ihren Bezugspersonen steht als wichtigstes Oberziel im Mittelpunkt aller Maßnahmen.
Der größte Teil unseres Verhaltens wird von unbewusst wahrgenommenen und unbewusst gesendeten Beziehungssignalen beeinflusst, die meist im Bereich von Millisekunden verarbeitet werden. Durch positive und negative Rückmeldung seitens der Bezugspersonen, die sich in der Gestik, Mimik und Stimmlage zeigen, steuert ein Kind sein Verhalten und passt es an. Aufgrund dieser Verknüpfung richtet das Kind sein Verhalten überwiegend danach aus, wie Eltern im zeitlichen Abstand von weniger als einer Sekunde reagieren.
Um das eigene Verhalten bewusster und transparenter zu machen, werden in der Therapie Videosequenzen zur Hilfe genommen. Die präzise und sekundengenaue Videoarbeit des Konzepts ermöglicht eine schnelle Bewusstmachung von unbewusstem Verhalten und unbewussten Beziehungssignalen und somit eine schnelle und genaue Problemanalyse. Gleichzeitig bietet eine bildlich unterstützte Gesprächsführung allen am Therapieprozess Beteiligten die Möglichkeit, die Zusammenhänge selbst mit den eigenen Augen sehen zu können.
Das Ziel dieser Therapie ist das bewusste Wahrnehmen von Beziehungssignalen im Sekundenfenster und das Training von gezieltem Einsatz von Lob und Grenzsetzung. Unterstützt wird das Training durch eine enge Elternarbeit und die gemeinsame Erarbeitung von Hilfestellungen für den Alltag.
Gute Eigensteuerung und Aufbau einer positiven Eigensteuerung des Kindes durch:
Entwicklungsstörungen im Säuglingsalter:
Wir unterstützen Sie gerne in folgenden Bereichen
Analyse von Eltern-Säugling-Interaktion anhand von Videostandardsituationen: